Platz 1 und Platz 3 für die EJOT Team im Kraichgau

11.06.2017

Platz 1 und Platz 3 für die EJOT Team im Kraichgau


Johnny, Jonas, Lasse, Richard, Aurelien

Sophia, Hanna, Emmie, Rachel - Foto Petko Beier

Rachel Klamer wird Zweite und Richard Murray gewinnt zum 3.Mal nach 2014 + 2015 im Kraichgau

Der mit Spannung und Vorfreude erwartete Start in die 1.Triathlon Bundesliga ist geglückt.

„Zwischen Hoffen und Bangen“ so konnte man den Zustand in dem sich die Betreuer und Athletinnen und Athleten des EJOT Teams TV Buschhütten in der letzten Woche vor dem Start in die erste Triathlon Bundeliga befanden bezeichnen. Emmie Charayron hatte sich am Montag vor dem Rennen beim Lauftraining einen Muskelfaseranriss in der Wade zugezogen. Ihr Start stand bis Samstag, 10.06.2017, 12.00 Uhr, die letzte Möglichkeit noch eine Starterin nach zu nominieren, auf der Kippe. Physiotherapeut Carsten Wunderlich jedoch tat alles was in seiner Macht stand, um sie für den Start fit zu machen. Schwimmen und Radfahren, waren für sie nicht das Problem, aber der anschließende Lauf würde sie hier alles geben können? Es kommen von 4 Starterinnen eines Teams nur 3 Starterinnen in die Wertung, aber diese müssen dann auch topfit sein. Die nächste Hiobsbotschaft erreichte die Teamleitung, die sich bereits in Bruchsal befand von Sophia Saller. Saller befand sich zu dieser Zeit kurz vor ihrem Abflug von Großbritannien nach Deutschland. Sie war mit einer Erkältung erwacht und fühle sich gar nicht gut und deshalb für den Abend noch einen Termin bei ihrem Arzt in München vereinbart. Nach den dort durchgeführten Untersuchungen hatte das „Hoffen und Bangen“ um 22.00 Uhr endlich ein Ende. Saller konnte an den Start gehen. Sie trat die Anreise am Samstagmorgen ins Teamhotel in Bruchsal an. Theresa Baumgärtel die seit der gesamten Woche immer auf Stand-by stand, reiste aber ebenfalls mit an. Hier wollte man auf Nummer sicher gehen.

Bei den Herren waren alle fünf EJOT Starter topfit, so das beim gemeinsamen Frühstück am Samstagmorgen vor dem Rennen sich die Anspannung vor dem Saisonstart in die 1.Triathlon Bundesliga etwas gelöst hatte.

Um 13.00 Uhr fand dann die EJOT-Teamsitzung statt, bei der die Startunterlagen ausgegeben und die letzten taktischen Absprachen innerhalb des Teams getroffen wurden. Andrea und Marco Göckus gaben dort letzte Informationen, die sie aus der kurz zuvor stattgefundenen Teamleitersitzung erhalten hatten, an die Athleten weiter.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen bereiteten sich die Teammitglieder auf ihre unterschiedlichste Weise auf das Rennen vor bevor es zum gemeinsamen Einchecken zwischen 17.00 und 18.00 Uhr an den Hardtsee nach Upstadt-Weiher ging.

Die Betreuer reisten mit den Autos zum Wettkampfort an, die Athleten nutzten eine Radfahrt zur Lockerung der Muskeln. Zuerst wurden die Räder und Helme der EJOT-Damen Rachel Klamer, Emmie Charayron, Hanna Philippin und Sophia Saller von den Wettkampfrichtern geprüft, bevor sie mit den Startnummern 1-4 ihre Räder in der Wechselzone einstellen konnten. Der Start der Damenteams war bereits um 19.00 Uhr. Die Herren des EJOT Teams mit Richard Murray, Jonathan Zipf, Aurelien Lebrun, Lasse Lührs und Jonas Hoffmann und den Startnummern 1 bis 5 folgten etwas später, da ihre Startzeit für 20:15 Uhr festgelegt war.

Für die Damen und die Herrenteams beim Saisonstart im Kraichgau stand eine Sprintdisziplin auf dem Programm mit 1 Runde á 750 m Schwimmen. 4 Runden á 5km Rad fahren in unmittelbarer Nähe des Hardtsees in Ubstadt-Weiher und der flachen Wendepunkt-Laufstrecke entlang des Sees. 4 Runden á 1,25km. (750m-20km-5km). Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite mit Sonne und angenehmen Temperaturen und so konnten sich die EJOT Triathletinnen und Athleten rund um das EJOT Zelt direkt am Startbereich gut auf das Rennen vorbereiten.

Der Hardtsee hatte 22,5 Grad und somit durfte nicht mit Neoprenanzug geschwommen werden, was ein Vorteil für die guten Schwimmerinnen bedeutete. 14 Damenteams stürzten sich um 19.00 Uhr in den See und nach 750m Schwimmen und knapp 10 Minuten liefen die EJOT Triathletinnen Hanna Philippin auf Platz 6, Rachel Klamer auf Platz 7 , Sophia Saller auf 15 und Emmie Charayron auf Platz 18 liegend in die Wechselzone. Sie trennten dabei jedoch nur 7 Sekunden voneinander so dicht war das Feld zusammen. Schnell wurden die Wechsel vollführt und die EJOT Team Damen Hanna Philippin und Rachel Klamer befanden sich in der 15köpfigen 1.Radgruppe. Die Führungsgruppe machte Druck konnte aber in der letzten von vier Radrunden die Führung nicht halten und die Verfolgerinnen fuhren auf. Ein kompaktes Feld von mehr als 30 Athletinnen erreichte die Wechselzone, darunter alle Damen des EJOT Teams. Nun musste das Laufen entscheiden. Hier lieferten sich die Potsdamerin Laura Lindemann und Rachel Klamer vom EJOT Team ein Kopf an Kopf Rennen. Die Lebensgefährtin von Richard Murray und Olympia Teilnehmerin von Rio musste sich dann in einem langen Zielsprint Lindemann geschlagen geben. Nach dem Rennen im Gespräch mit den Medien sagte Klamer: „… nach meinem ersten am letzten Wochenende in der Slowakei stattgefundenen 70.3 Rennen (ist eine halbe Ironmandistanz) fehlte mir die Spritzigkeit um Lindemann Paroli zu bieten auf den letzten Metern…“. Die Platzziffer 2 für die EJOT Team Damen stand somit fest.

Wie erging es den anderen Athletinnen und was mache die Wade von Emmie Charayron? Chayraron signalisierte bereits in der 2.Laufrunde das sie das Tempo an der Spitze nicht mithalten könne. Der Neuzugang im Reihen des EJOT-Teams Sophia Saller hingegen, lief mit der 8.besten Laufzeit auf den 7. Platz. Die vielen mitgereisten Fans, feuerten nun auch Hanna Philippin an. Für Philippin war es nach ihrer Verletzung im Frühjahr erst der 2. Triathlon und sie musste sich mit dem 18.Platz zufrieden geben. Schnell wurde gerechnet und die Platzziffer ermittelt. Das die Damen vom Triathlon Team TG Witten und Triathlon Potsdam an diesem Tage die Nase vorne haben würde war allen Zuschauern sofort klar, doch würde es zum angestrebten Podiumsplatz noch reichen. Mit der Platzziffer 27 lag man am Ende mit 12 Platzziffern vor dem Team aus Lemgo und belegte den 3. Platz. Von der DTU wurde Sophia Saller nach ihrem 7.Platz im Kraichgau für die Europameisterschaften, die in Düsseldorf am 24.06.2017 stattfinden nominiert.

Schnell wechselten Fans und Betreuer vom Zielbereich wieder zum Start, denn für die Herren fiel der Startschuss um 20.15 Uhr. Nach 750 Metern tauchte zuerst aus dem Wasser der rote Wettkampfeinteiler von Lasse Lührs auf. Der 21jährige Neuzugang der Buschhüttener schob als 11 mit 9 weiteren Bundesliga-Athleten sein Rad hinaus aus der Wechselzone und auf die Radstrecke. In einer großen 2. Radgruppe fanden sich der Sieger vom Kraichgau 2014 und 2015 Richard Murray, Jonathan Zipf und Aurelien Lebrun wieder. Jonas Hoffmann hatte beim Schwimmen Probleme und landete mit 4 weiteren Athleten in der dritten Radgruppe.

Die Radgruppe vom Richard Murray folgte jedoch nur mit einem Rückstand von 10 Sekunden auf die Führenden. Wer Murray und Zipf kennt, weiß, dass sie beim Laufen den „Turbo“ zünden können und genau dies passierte auch. Bereits in der 1.Laufrunde sprintete Murray auf und setzte sich an die Spitze des Feldes. In den weiteren 3 Runden, ließ sich der 4. der Olympischen Spiele in Rio, seinen 3 Sieg im Kraichgau nicht mehr nehmen. Jonathan Zipf finishten mit der viertschnellsten Laufzeit und Aurelien Lebrun mit der 5besten Laufzeit aller 80 Männer auf den Plätzen 5 und 7. Lasse Lührs wurde in der 2 Runde von den Teamkollegen eingeholt und finishte auf dem 6. Platz. Zipf und Lührs waren Zeitgleich hier entscheidet dann das sensible Zeitsystem, wer vor dem anderen platziert wird. Nur 1 Sekunde hinter den Teamkollegen kam Lebrun ins Ziel. Für die Zuschauer mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen.

Jonas Hoffmann versuchte noch alles in seiner Paradedisziplin, dem Lauf, einige Plätze gut zu machen, jedoch reichte hier für die 5km eine Zeit von 16:06 Minuten nicht aus. Er musste sich mit dem 71.Platz zufriedengeben. Die Enttäuschung bei Hoffmann war groß nach dem Rennen. Nach viel Zuspruch und guten Ratschlägen von seinen erfahrenen Teamkollegen und den mitgereisten Fans und der Familie, konnte man ihm dann doch bei der Siegerehrung wieder lächeln sehen. Die nächsten Rennen für Hoffmann werden kommen, in denen er zeigen kann, was in ihm steckt. Für das Herrenteam bedeutete dies die Platzziffer 19 und somit der Sieg und Tabellenführung in der 1. Triathlon Bundesliga.

Mit auf dem Podium gegen 22.00 Uhr stand das erst in 2016 ins Triathlon Oberhaus aufgestiegene ROWE Team aus Worms mit der Platzziffer 31 recht deutlich vor dem jungen KiologIQ Team Saar mit der Platzziffer 57.

Die Vorgaben und Wünsche der Teamleitung wurden erfüllt. Nun wünscht man sich für das nächste Rennen in Münster am 23.07.2017, das alle Athletinnen und Athleten gesund und verletzungsfrei bleiben und damit der Mission „Titelverteidigung“ nichts mehr im Wege steht.

Fotos und Tabelle folgt in Kürze

Damen Ergebnisse Kraichgau
1. Triathlon Team TG Witten – Platzziffer 12 – 20 Punkte
2. Triathlon Potsdam – Platzziffer 16 – 19 Punkte
3. EJOT Team TV Buschhütten – Platzziffer 27 – 18 Punkte

Einzelergebnis EJOT Team
2.Platz Rachel Klamer – 0:55:47 Stunden
7.Platz Sophia Saller – 0:56:25 Stunden
18. Platz Hanna Philippin – 0:57:13 Stunden
31. Platz Emmie Charayron – 0:58:41 Stunden

Herren Ergebnisse Kraichgau
1. EJOT Team TV Buschhütten – Platzziffer 19- 20 Punkte
2. ROWE Triathlon – Platzziffer 31 – 19 Punkte
3. KiologIQ Team Saar- Platzziffer 57 – 18 Punkte

Einzelergebnisse EJOT Team
1. Richard Murray – 00:49:22 Stunden
5. Jonathan Zipf – 00:49:35 Stunden
6. Lasse Lührs – 00:49:35 Stunden
7. Aurelien Lebrun – 00:49:36 Stunden
71. Jonas Hoffmann – 00:54:34 Stunden

 

Bericht Sabine Jung