Bericht vom 3. Wettkampf in der 2. Triathlon-Bundesliga in Düsseldorf

04.07.2011

Bericht vom 3. Wettkampf in der 2. Triathlon-Bundesliga in Düsseldorf


EJOT-Amazonen mit großen Schritten zur Meisterschaft

Die Frauenmannschaft vom EJOT Team war auch im dritten Wettkampf erfolgreich. In der Besetzung Eszter Pap, Mignon Vatlach, Scarlet Vatlach und Ilka von Hubatius wurde der dritte Wettkampf der zweiten Triathlon Bundesliga in Düsseldorf gewonnen.
Ein Hauch von Weltcup lag in der Luft als die Triathletinnen im Medienhafen von Düsseldorf mit der erste Disziplin begannen. Alle Mannschaften starteten das Schwimmen von einem Ponton aus und auch die Anzahl der Zuschauer erinnerte an eine Weltcup Veranstaltung. Dass die Frauen vom EJOT Team über reichlich internationale Erfahrung verfügen, zeigten sie im ganzen Wettkampf. Eszter Pap und die Vatlach Schwestern kamen nach 750m Schwimmen in den Top Five aus dem Wasser und auch Ilka von Hubatius konnte den Auftakt im Mittelfeld beenden.

Auf dem Rad bildete sich eine kleine Spitzegruppe mit den drei EJOT Athletinnen. Diese Gruppe arbeitete auf den drei technisch sehr anspruchsvollen Runden rund um den Landtag und Fernsehturm gut zusammen, so dass sie mit einem Vorsprung von 30sek auf die nächste Gruppe in die Wechselzone zum Laufen kamen. Ilka von Hubatius konnte ihre Stärke auf dem Rad zeigen und verkürzte ihren Abstand den sie noch nach dem Schwimmen inne hatte. Aber vorne ging beim Laufen die Post ab. Ester Pap und die beiden Vatlach Sisters stürmten aus der Wechselzone und zeigten der Konkurrenz schon gleich zu Beginn der letzten Disziplin, dass der Sieg nur übers EJOT Team gehen würde. Die besten „Beine“ hatte mal wieder Eszter Pap. Mit der besten Laufzeit aller Starterinnen über die 5km stürmte sie dem Sieg entgegen. Einzig die Potsdamerin Colett Rampf konnte annähernd mithalten. Mignon Vatlach kam mit starker Leistung auf Platz 6 ins Ziel und Scarlet Vatlach machte mit Platz 8 den Sieg perfekt. Ilka von Hubatius konnte noch einige Plätze gut machen und kam bei ihrem Debüt in der 2. Bundesliga auf einen guten 27. Platz.

Gesamttabelle Damen

Mit der Platzziffer 15 war der Sieg der EJOT Frauen mehr als deutlich und die Tabellenführung konnte sogar noch ein wenig ausgebaut werden. Mit drei Siegen aus drei Rennen ist das Maximum erreicht und lässt den sportlichen Leiter Ralf Schneider mit Zuversicht in die noch ausstehenden zwei Wettkämpfe gehen. Platz zwei in der Tageswertung ging an das Team vom SSF Bonn, Dritte wurden die Damen aus Potsdam, die in der aktuellen Tabelle auch mit nunmehr sieben Punkten auf Platz 2 liegen.

Ein Platz im vorderen Mittelfeld war auch das Ziel der zweiten Herren Mannschaft beim dritten 2. Bundesliga Wettkampf, welcher ebenfalls in Düsseldorf ausgetragen wurde. Und es sollte am Ende des Rennes ein sehr guter 4. Tagesplatz sein. Wäre man noch vor dem Rennen mit diesem Platz sehr zufrieden gewesen, so haderten die Athleten um Team Betreuer Gerhard Rohleder ein wenig mit dem Rennverlauf. Denn die viertplatzierte Mannschaft der Liga-Tabelle aus Potsdam, lag am Ende nur um 2 Platzziffern besser auf Rang drei der Tageswertung. Die Zweitplatzierte Mannschaft aus Uerdingen hatte lediglich einen Vorsprung von 10 Platzziffern. Und dass dieser Rückstand in Düsseldorf durchaus im Rahmen des machbaren gelegen hat, zeigt allein die Tatsache, dass der junge Holländer im EJOT Team, Tim Dullaart, durch ein Missgeschick beim Schwimmen „nur“ auf Platz 29 finishen konnte. Was war passiert? Beim schwimmen verlor Dullaart, der als sehr guter Schwimmer bekannt ist, leicht die Orientierung und schwamm ca. 70 Meter zu viel. Anschließend wurde er sogar noch mit einer zusätzlichen Zeitstrafe wegen verlassen der offiziellen Schwimmstrecke bestraft.
Damit verlor Dulaart gleich zu Beginn die durchaus mögliche Spitzenposition in dem er den Anschluss an die erste Radgruppe verpasste. Er kämpfte sich zwar auf dem Rad nochmals bis auf Rang 8 nach vorne, doch die Aufholjagd hatte einfach zu viel Substanz gekostet. Er finishte am Ende völlig ausgepowert auf dem 29. Platz. Hier wären sicherlich, wenn ihm das Missgeschick nicht passiert wäre, die fehlenden Platzierungen, die in der Endabrechnung auf Tagesplatz 2 fehlten, drin gewesen. Einen sehr guten und konstanten Wettkampf absolvierten Martijn Dekker und Felix Weiß. Konstant gut in allen drei Disziplinen kamen sie am Ende auf Platz 7 und auf Platz 11 in Ziel. Bei dem Weidenauer Michal Achczynski der auf Platz 17 in der Tageseinzelwertung kam, wäre vielleicht ebenfalls eine Top Ten Platzierung möglich gewesen. Die neuntbeste Laufzeit zeigt hier das Achczynski derzeit sicher für eine Top Ten Platzierung in Frage kommt. Doch auch Achczynski verpasste nach dem Schwimmen nicht nur knapp die erste Radgruppe, sondern musste bei einem Sturz von Athleten vor ihm auch sogar kurzfristig anhalten, um nicht selbst zu stürzen. So hatte er nach der zweiten Disziplin bereits einen Rückstand von ca. 30 Sekunden auf die ersten 10 Plätze. Das reichte mit der neuntbesten Laufzeit am Ende „ nur“ zu Platz 17. Team Kapitän Michael Rohleder komplettierte das EJOT Quintett. Er erreichte in Düsseldorf den 63. Platz. Eine durchaus bessere Platzierung verpasste er beim schwimmen. Und beim Laufen musste Rohleder dann nicht mehr volle „Pulle“ gehen, da er über den Stand der anderen Platzierungen laufend informiert war. Nunmehr liegt die 2. Herren Mannschaft in der Gesamttabelle auf Platz vier. Mit nur einem Punkt Rückstand auf Platz 3. Erster ist aktuell das Team aus Mitteldeutschland, vor den punktgleichen Teams aus Postdam und Uredingen. Das selbst gesteckte Saisonziel „ ein Platz im vorderen Drittel“ ist also bisher mehr als erfüllt. In den letzten beiden Rennen in Schwerin und Grimma will das noch sehr junge Team nochmals voll angreifen. Vielleicht gelingt ja dann sogar noch der Sprung aufs Podium.

Gesamttabelle Herren