EJOT Team TV Buschhütten begibt sich auf die weiteste Saisonreise an den Schliersee

20.06.2023

EJOT Team TV Buschhütten begibt sich auf die weiteste Saisonreise an den Schliersee


Domenica, Lisa, Rachel, Lisa

Stefan, Max, Richard, Sergio, Mark

EJOT Team TV Buschhütten begibt sich auf die weiteste Saisonreise an den Schliersee
Vorjahressieger Devay und Tertsch wollen die rote Armada aus dem Siegerland erneut aufs Siegerpodium führen

 Buschhütten. Nach dem Bilderbuchstart mit zwei Teamsiegen im Kraichgau, grüßt das EJOT Team TV Buschhütten vor dem zweiten Rennen der 1. Triathlon-Bundesliga am Schliersee am Sonntag, 25. Juni, von der Tabellenspitze. Vor malerischer Kulisse, in den Bayerischen Voralpen nahe der Grenze zu Österreich, will der deutsche Rekordmeister erneut wie im Kraichgau vor fünf Wochen und wie bereits beim Comeback am Schliersee 2022 die Rennen dominieren.

Vor nicht ganz einem Jahr siegten in der Heimat des Ski-Doppel-Olympiasiegers Markus Wasmeier sowohl Lisa Tertsch (GER) bei den Frauen und Mark Devay (HUN) bei den Männern als auch beide EJOT Teams.

Aufgrund der Terminüberschneidung des Bundesliga-Events mit dem WTCS-Wettkampf in Montreal (Kanada), dem Europacup in Wels (Österreich) und den European Games in Krakau (Polen), hatte EJOT Team-Manager Rainer Jung doch einige Schwierigkeiten bei der Kaderzusammenstellung. Zudem sind viele Aktive im Höhentrainingslager, im Hinblick auf das WCTS (World Triathlon Championship Series) -Rennen (inklusive der WM-Entscheidungen auf der Sprint-Distanz und in der Mixed Relay) in Hamburg (14.-16. Juli).

Dennoch kann das EJOT Team am Renntag zwei äußerst aussichtsreiche Teams aufbieten. Um 12.35 Uhr erfolgt der Startschuss zum Schwimmen im Schliersee (750 Meter) für das Quintett Mark Devay, Richard Murray (RSA), Maximilian Sperl (GER), Sergio Baxter Cabrera (ESP) und Stefan Zachäus (LUX).

Exakt sieben Minuten später dürfen Lisa Tertsch, Tanja Neubert (GER), Rachel Klamer (NED) und der 21-jährige Neuzugang Dominika Peszleg (HUN) ihre dreiteilige Herausforderung beginnen.

Das Ehepaar Murray und Klamer verzichtete sogar eigens für die Zusage beim EJOT Team auf das WTCS-Rennen in Montreal.

Der schwierigste Part ist auch diesmal die 15,5 Kilometer lange Radstrecke. Zunächst erfolgt die 9,8 km lange Anfahrt zum Einstieg in den Spitzingsattel mit Wendepunkt in Aurach. Mächtig Schweißperlen vergießen werden die Athlet*innen während des anspruchsvollen 3,8 km langen Anstiegs zum Spitzingsattel (auf 1129 Meter Höhe und sieben Kilometer Luftlinie von Österreich entfernt) mit neun Prozent durchschnittlicher Steigung. Etwas erholen können sich die Dreikämpfer*innen anschließend auf der 1,9 km langen Abfahrt bis zur zweiten Wechselzone.

Abschließend erfolgt der 5-Kilometer-Lauf (2 Runden à 2,5 km) am Spitzingsee entlang.

„…Ich habe richtig Lust auf das Rennen. Es ist ja eine besondere Strecke mit dem Anstieg bis zum Spitzingsattel. Mit dem Vorjahressieger Mark Devay haben wir einen der besten Athleten bei uns im Team. Wir anderen müssen uns auch nicht verstecken, wir gehen voll auf Angriff und wollen auf jeden Fall den nächsten Tagessieg erreichen. Von der Konkurrenz werden alle Augen auf uns gerichtet sein“, weiß Stefan Zachäus.

„…Für mich ist das das erste Saison-Highlight. Ich würde gerne einmal wieder auf dem Podest der Bundesliga stehen. Die Vorbereitung lief gut und ich bin heiß, den Berg hochzufliegen. Das Team aus dem Saarland ist denke unsere härteste Konkurrenz, wobei das Team aus Darmstadt nicht zu unterschätzen ist. Wir sind denke schon die Stärksten und können uns nur selber schlagen…“, sagt Zachäus.

Auch Lisa Tertsch will bei der Entscheidung um den Tagessieg wieder ein gewichtiges Wörtchen mitsprechen. „.. Ich denke, das Wichtige und Besondere am Rennen in Schliersee ist der Berg hoch zum Spitzingsee und ich vermute, das wird rennentscheidend sein. Ich werde mein Bestes geben und fokussiert sein, so wie immer…“
Die 24-Jährige, die jüngst Vize-Europameisterin auf der Kurzdistanz in Madrid wurde, legt ihren Fokus in diesem Jahr speziell auf den olympischen Test-Triathlon in Paris (Frankreich, 17. August) und das WTCS-Finale in Pontevedra (Spanien, 22.-24. September).

Rainer Jung wünscht sich am Schliersee erneute Siegesfeierlichkeiten seiner Schützlinge. „…Wir möchten erneut versuchen beide Rennen zu gewinnen, auch, um den Vorsprung in der Tabelle auszubauen. Getreu unserem Teammotto 'Have fun and win' ist das Team gut aufgestellt und wird alles geben, um beide Tagessiege einzufahren…“

„… Das Rennen am Schliersee müsse man „sicher aus zwei Gesichtspunkten betrachten und bewerten… “,
so Jung. „… Bei den Aktiven ist sicher Schliersee mit seiner Location und herausfordernden Radstrecke beliebt. Aus Sicht der Zuschauer und Betreuer ist das Rennen grenzwertig. Die Zuschauer können das Rennen so gut wie gar nicht verfolgen. Weder live vor Ort, noch durch einen Livestream. Die Auffahrt zum Spitzingsee ist bereits ab 8.30 Uhr gesperrt. Also müssen sich die Zuschauer entscheiden, ob sie das Schwimmen verfolgen wollen oder das Laufen. Das gilt auch für die Betreuer.
Die Betreuer fahren in einem Konvoi hinter der letzten Frau in Richtung Spitzingsee. Das bedeutet, dass sie das Radfahren und auch den Zieleinlauf der Herren gar nicht verfolgen können. Diese mangelnde Sichtbarkeit des Rennens hatte auch damals dafür gesorgt, Schliersee nicht mehr in den Rennkalender aufzunehmen. Aber der neue Streckenverlauf für die Altersklassen-Aktiven Richtung Bayrischzell, macht diese Einschränkungen notwendig. Es ist immer ein Spagat, alle gut zu bedienen... “

Bei den Frauen zählt Jung die Teams aus Potsdam, Witten und Berlin zu den Mitfavoritinnen. Bei den Männern traut er den Formationen Hylo Team Saar, Team Berlin und Sportunion Neckarsulm einiges zu.

Für die Supporter des EJOT Teams ist die Veranstaltung in der beliebten Urlaubsregion wahrlich kein leichtes Unterfangen.

Durch die bereits erwähnte Streckenführung ist es erforderlich, dass Jung bereits gegen 7.30 Uhr zum Spitzingsee fährt, um dort die Laufbekleidung in der Wechselzone II abzulegen. Dann heißt es für ihn dort ca. sechs Stunden warten, bis die ersten Männer eintreffen.
Die anderen Support Team-Mitglieder kümmern sich am Schliersee um den Check-In, Start und weitere Angelegenheiten. Später fahren sie im Konvoi nach den Damen hoch zum Spitzingsee. Hier übernehmen sie die Betreuung der EJOT-Athlet*innen nach dem Zieleinlauf. Alle werden daher leider vom eigentlichen Rennen nicht viel zu sehen bekommen.
Entschädigt wird das umtriebige Support Team des EJOT Team TV Buschhütten für seine dreitägigen Mühen in Bayern hoffentlich mit jeweils zweimal 20 Punkten für den Tagestriumph und zwei Einzelsiegen.

Thorsten Wroben

Medienbeauftragter EJOT Team TV Buschhütten in der 1. Triathlon-Bundesliga

Collagen: Rainer Jung