EJOT Team TV Buschhütten brillierte in den bayerischen Voralpen

26.06.2023

EJOT Team TV Buschhütten brillierte in den bayerischen Voralpen


EJOT Team nach der Siegerehrung am Spitzingsee

EJOT Team TV Buschhütten brillierte in den bayerischen Voralpen
Gleich drei Siege konnten die Nordsiegerländer am Schliersee/Spitzingsee feiern
Tertsch verteidigte Vorjahrestitel

 

Schliersee. Das 2. Rennen der 1. Triathlon-Bundesliga am Schliersee wurde auch in diesem Jahr wieder zu einem großartigen Erfolg für das EJOT Team TV Buschhütten. Sahnten die Jungs und Mädels aus dem Kreuztaler Vorort im Vorjahr gleich alle vier zu vergebenden Tagestitel ab, kehrten sie am Sonntagabend glücklich mit drei Tagessiegen im Gepäck zurück von der längsten Auswärtsreise der Saison. Nur rund sieben Kilometer Luftlinie von Österreich entfernt, waren die EJOT-Athlet*innen am Spitzingsee Dauergäste bei der Siegerehrung auf dem Podium.

Die Frauen bestachen beim anspruchsvollsten Wettbewerb der Saison wie bereits im Kraichgau mit totaler Dominanz und deklassierten in der Teamwertung die Konkurrenz um Längen. Die bestmögliche Platzziffer 6 sorgte vor allem bei den mitfiebernden Supportern des Teams für Begeisterung. Nach 750 Metern Schwimmen im Schliersee, 15,5 Kilometer schweißtreibendem Radfahren, bei dem stolze 350 Höhenmeter überwunden werden mussten und ein 9,8 km langer Anstieg bis zum Spitzingsattel (1129 Meter) den Sportler*innen bei der 14. Austragung des Schliersee-Triathlons im Rahmen der 1. Bundesliga alles abverlangte, sowie dem abschließenden 5-Kilometer-Lauf (2 Runden à 2,5 Kilometer), bekam das aus Lisa Tertsch, Rachel Klamer (NED), Tanja Neubert und der Ungarin Dominika Peszleg bestehende Quartett die Siegertrophäe überreicht, deren Gewinn zu keiner Zeit gefährdet war.

In der Einzelwertung standen drei Damen im roten Jersey ganz oben am Stockerl. Vorjahresschampion Lisa Tertsch, die zusammen mit Klamer und Neubert auf die Laufstrecke gegangen war, hatte am Schluss die größten Reserven im Tank und triumphierte dank der besten Laufzeit von 15:29 Minuten in 1:00:36 Stunden, womit sie gerade einmal drei Sekunden vor Klamer das Ziel erreichte.

„Die Gesamtperformance war heute entscheidend. Schwimmen, Radfahren, Laufen. Es hat alles zusammengepasst heute, ich bin total gerne hier, die Berge sind sehr schön“, analysierte Tertsch. „Es ist oft ein Ausscheidungsrennen beim Laufen am Ende. Es hat Spaß gemacht mit dem Team an diesem Wochenende. Die DM in Düsseldorf und die WM in Hamburg sind meine nächsten großen Ziele“, so die hochzufriedene 24-jährige Darmstädterin.

Neubert musste gegen Ende etwas abreißen lassen und finishte in 1:01:00 Stunden als Dritte. Sie imponierte mit der zweitbesten Radzeit von 32:15 Minute, wodurch sie Anschluss zu Tertsch und Klamer an der Spitze fand. Neuzugang Peszleg beendete das Rennnen unter wolkenlosen Himmel und Temperaturen von um die 21 Grad Celsius im Ziel mit einem 14. Platz in 1:04:57 Stunden.

Einige Minuten vorher durften schon die Männer ihren Tagessieg in vollen Zügen auskosten. Das mannschaftlich sehr geschlossen agierende Quintett um Sergio Baxter Cabrera (ESP), Vorjahressieger Mark Devay (UNG), Maximilian Sperl, Richard Murray (RSA) und Stefan Zachäus (LUX) erklomm die Siegertrophäe mit Platzziffer 23 vor dem HYLO Team Saar, das sich wie im Kraichgau im Platz zwei (Platzziffer 62) geschlagen geben musste und den Tagesbesten mit einer ausgiebigen Bierdusche "gratulierte". Platz drei ging an das Pusch-Data Team AST Süßen (Platzziffer 74).

In der Einzelwertung wusste Baxter Cabrera mit der drittbesten Laufzeit von exakt 14 Minuten zu überzeugen und setzte sich dadurch noch auf den dritten Rang in 53:23 Min. vor Devay in 53:42 Min. - bester Schwimmer mit  9:13 Minuten. Er führte nach dem Radfahren zusammen mit dem späteren Sieger Lasse Nygaard Priseter (52:33 Min.) und dem Zweitplatzierten Rico Bogen (53:21 Min., Team Berlin) das Spitzentrio mit etwa 15 Sekunden Vorsprung vor dem 22-jährigen Spanier an. „Es war mein erstes Rennen auf der Sprint Distanz seit November 2022. Es ist eine großartige Erfahrung. Ich bin sehr glücklich, jetzt zurück zu sein. Ich habe mich in allen Disziplinen sehr stark gefühlt. Es war ein harter Radkurs, der mir in die Karten gespielt hat. Das Team hat eine hervorragende Leistung gezeigt. Wir haben nicht nur das beste Team im Rennen, sondern auch außerhalb. Es herrscht eine großartige Atmosphäre im Team, wir helfen uns immer gegenseitig. Ich hoffe, dass ich mal wieder ein freies Wochenende für die Bundesliga finde", sagte der Sohn einer spanischen Mutter und eines ehemaligen englischen Triathleten, der aufgrund von Problemen mit der Airline erst mit mehrstündiger Verspätung in der Nacht zu Samstag im Teamhotel in Miesbach eingetroffen war, sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen ließ.

Sperl sank total erschöpft als Fünfter (54:33 Min.) zu Boden, Murray zündete auf der Laufstrecke den Turbo und arbeitete sich durch die fünftbeste Laufzeit (14:04 Min.) noch einige Positionen nach vorne auf Platz 11 (55.15 Min.) vor und Stefan Zachäus schwanden als 17. (55:51 Min.) mehr und mehr die Kräfte, was aber der Freude über den anvisierten Mannschaftssieg, keinen Abbruch tat.

Sehr zufrieden mit den beiden Teamauftritten zeigte sich EJOT Team-Sportdirektor Rainer Jung, der die Sportler*innen am Vorabend des Rennens detailliert über alle wichtigen Aspekte der ganz speziellen Herausforderung Schliersee-Triathlon gebrieft hatte. „Ich denke, die kompakt gute Aufstellung war ausschlaggebend für die beiden Teamsiege. Es ist immer schön, wenn es auch in der Einzelwertung Podiumsplatzierungen gibt. Gewinnen oder verlieren tut man aber Rennen auf den Positionen drei und vier. Und wir waren durchweg gut aufgestellt. Selbst wenn die Streichresultate noch in die Wertung gekommen wären, hätten wir mit beiden Teams gewonnen… Mich haben beide Teams beeindruckt. Wir hatten eine Zielsetzung, Die wurde hervorragend umgesetzt. Das wir dann bei den Frauen auch in der Einzelwertung Platz 1 bis 3 belegen, ist natürlich super. Aber nicht allein die Sieger bestimmen Team Siege. Es war wichtig gut zu schwimmen und am Berg/Anstieg mit dabei zu sein. Das haben alle gut umgesetzt…“

Mit zwei Doppel-Team-Siegen in den beiden ersten Bundesliga-Rennen sind die Weichen gestellt für zwei Meisterschaften in 2023. …„Es ist immer wichtig, in den ersten Rennen zu punkten und idealerweise zu gewinnen. Das haben wir mit beiden Teams gemacht. Aber es sind noch drei Rennen zu bestreiten. Und da kann viel passieren. Daher waren die Auftaktsiege ein wichtiger Schritt. Aber auch nicht mehr…“

Der Schliersee-Triathlon war nicht nur sportlich sondern auch in puncto Logistik das schwierigste Rennen der Saison. Umso mehr Bedeutung kam der mehrtägigen Arbeit des Support-Teams zu, das bereits, wie die Athlet*innen auch, zwei Tage vor dem Rennen angereist war, um bestens vorbereitet in den Wettkampf gehen zu können. Jung: „Man muss schon 'brennen' für diesen Job im Support-Team. Denn wenn man am Renntag entweder im Zielbereich sieben Stunden warten muss, dann die Athlet*innen nur noch zweimal an sich vorbei laufen sieht oder am Start nur sieht wie die Aktiven schwimmen und danach nichts mehr mit bekommt, dann ist dies nur machbar, wenn man viel Leidenschaft und Enthusiasmus mitbringt und dafür noch mehr als 1200 km durch Deutschland fährt. Aber unsere Supporter haben alle diese Eigenschaften. Dafür sind wir ihnen sehr dankbar.“

Doch ob die EJOT Teams auch im nächsten Jahr in der Traumkulisse am Schlier- und Spitzingsee für Furore sorgen können, steht noch in den Sternen. Die nächsten Jubelfeiern will das EJOT Team beim nächsten Bundesliga-Rennen am 08./09 Juli in Düsseldorf im Rahmen der "Finals" in Düsseldorf in Angriff nehmen. Bereits tags zuvor geht die Deutsche Meisterschaft in der Team Mixed Relay in der Rheinmetropole über die Bühne. Hier ist das EJOT Team TV Buschhütten Titelverteidiger und will erneut auf Deutschlands Thron.

Foto und Bericht:Thorsten Wroben
Medienbeauftragter EJOT Team TV Buschhütten in der 1. Triathlon-Bundesliga

Fotos von Thorsten Wroben findet man HIER
Video von Sebastian Kuperienko findet man HIER
Ergebnisse / Tabelle findet man für die Herren HIER und für die Damen HIER