EJOT Team TV Buschhütten bestes Triathlon-Team bei den Finals in Düsseldorf

10.07.2023

EJOT Team TV Buschhütten bestes Triathlon-Team bei den Finals in Düsseldorf


Annika, Lena, Lisa, Tanja

Johannes, Stefan, Max, Jonas, Till

Supportteam Düsseldorf

Lisa Tertsch Deutsche Meisterin der Elite Frauen siegen souverän in der 1.Triathlon Bundesliga

EJOT Team TV Buschhütten bestes Triathlon-Team bei den Finals in Düsseldorf
Lisa Tertsch wie schon 2021 Deutsche Meisterin der Elite
Frauen siegen souverän in der 1. Bundesliga


Düsseldorf. Erneut heißt das erfolgreichste Triathlon-Team bei den Finals Rhein-Ruhr EJOT Team TV Buschhütten. Wie schon 2022 in Berlin, so dominierten die Athlet*innen vom deutschen Rekordmeister auch bei den am Wochenende in Düsseldorf ausgetragenen Wettbewerben oft das Geschehen. Nachdem am Freitagabend bereits der DM-Hattrick in der Team Mixed Relay gefeiert werden konnte (wir berichteten), folgten auch an den beiden nächsten Tagen weitere herausragende Erfolge.

Besonders im Rampenlicht stand natürlich Lisa Tertsch am Sonntagvormittag bei brütender Sonne und 32 Grad Celsius, als sie nach 2021 in Berlin ihren zweiten DM-Sieg auf der Sprintdistanz in der Elite mit einem grandiosen Endspurt schon vor und auf der Zielgerade auf der Landtagswiese perfekt machte. Die 24-Jährige siegte nach einem packenden Rennen mit 750 Meter Schwimmen im Medienhafen, 20,5 Kilometer Radfahren und 5,1 Kilometer Laufen mit 56:10 Minuten vor der neuen U23-Meisterin Selina Klamt (56:13 Min., Triathlon Potsdam) und Marlene Gomez-Göggel (56:17 Min, triathlon.one Witten).

Lisa Tertsch:“…Das war ein perfektes Wochenende, viel mehr kann man sich nicht wünschen. Das war richtig cool. Ich habe mir die Kräfte die ganze Zeit aufgespart, man wusste ja, dass es heiß wird. Ich habe mich ziemlich schlecht gefühlt beim Schwimmen", wo sie dennoch als Dritte nach 9:09 Minuten das Wasser verließ. „Laufen ist meine stärkste Disziplin. Meine Beine haben sich nicht so gut angefühlt, aber ich weiß, was sie können und was sie nicht können. Ich wusste, dass es eine Laufentscheidung wird, man kennt die Leute, es sind ja keine Unbekannten. Es ist ist ein gutes Gefühl, Deutsche Meisterin zu werden, das ist immer etwas Besonderes…, strahlte Tertsch im Ziel.

Auch in puncto Meisterschafts-Endwertung war das tolle Ergebnis der Damen in den roten Einteilern sehr wichtig. „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung und ein solider Baustein für einen Sieg, so Tertsch. Es war bereits der dritte EJOT Team-Sieg im dritten Rennen der fünfteiligen Bundesliga-Saison, die mit den Rennen in Tübingen (23. Juli) und Hannover (2. September) abgeschlossen wird. Die Führung auf das zweitplatzierte Team Berlin beträgt jetzt bereits sieben Punkte.

Beim Schwimmen wurde Lena Meißner, die zwar als Erste aus dem Wasser kam, aber auf dem Ponton ausrutschte, als Zweite in 9:05 Minuten nach Anabel Knoll (9:04 Min., triathlon.one Witten) gewertet.

Im Radfahren hatte sich in der ersten Runde mit Lena Meißner, Annika Koch und Lisa Tertsch ein Führungstrio gebildet, welches im späteren Verlauf zu einer zehnköpfigen Spitzengruppe anwuchs und bis zum Wechsel in die Laufschuhe so zusammenblieb.

Bei dem anschließenden Ausscheidungsrennen, bei dem Koch und Neubert bis zum letzten Durchlauf der Wechselzone zusammen mit Tertsch, Klamt und Gomez-Göggel vorne lagen, konnte Tertsch einmal mehr - wie zuletzt vor zwei Wochen am Schliersee/Spitzingsee - ihre exzellenten Läuferqualitäten unter Beweis stellen und sich dadurch verdient zur neuen Deutschen Meisterin krönen.

Auch die weiteren EJOT-Athletinnen überzeugten mit starken Leistungen. Annika Koch, die auf der dritten und letzten Laufrunde das Tempo der Führenden nicht mehr ganz mitgehen konnte, wurde Vierte in 56:29 Min., ihr folgte mit zehn Sekunden Abstand Tanja Neubert als Fünfte. Neubert durfte sich zudem über die U23-Vizemeisterschaft der Elite freuen. Platz sieben ging an die erst kürzlich nach einer Verletzung zurückgekehrte Lena Meißner (57:02 Min.).

Neubert analysierte anschließend wie folgt: „Es war auf jeden Fall spannend vom Start bis zum Ziel. Ich wollte die Lücke zu Annika, Lena und Lisa nicht selber zufahren. Bei der Laufentscheidung hat jeder versucht sein bestes Rennen zu machen, das haben auch alle ganz gut hinbekommen. Im Großen und Ganzen bin ich schon sehr zufrieden. Das war eines der besten Schwimmen, das ich in der Bundesliga hatte und ich war vorne dabei am Rad, das hat im Vorjahr noch nicht immer so funktioniert. Beim Laufen war vielleicht am Ende ein bisschen die Luft raus, aber es war ein sehr gutes Rennen. Wir haben mit dem Sieg ein klares Ausrufezeichen gesetzt, da sollte jetzt nicht mehr viel passieren. Ich denke, dass wir die Führung auf jeden Fall bis zum Ende der Saison halten können.“

Tags zuvor maßen bereits die Männer auf der gleichen Strecke bei Temperaturen von 29 Grad Celsius und dauerhaftem Sonnenschein am Vormittag ihre Kräfte.

Das EJOT Team TV Buschhütten musste hier neidlos die Überlegenheit des extrem stark aufgestellten Hylo Team Saar anerkennen und kam als Zweiter in die Wertung mit Platzziffer 42, vor der Sportunion Neckarsulm (Platzziffer 84).

Nach dem Schwimmen, hier war Jonas Schomburg als Vierter mit 8:26 Min. schnellster EJOT-Akteur, bildete sich auf dem Radkurs, der über die Oberkasseler Brücke und über die Rheinkniebrücke führte, eine 16-köpfige Spitzengruppe heraus, die zusammen in die Wechselzone II vor dem Landtagsgebäude fuhr. Der Gruppe gehörten bis auf Maximilian Sperl, der beim Schwimmen einen Schlag oder Tritt in die Rippen bekommen hatte und deswegen geschwächt nach der zweiten Laufrunde aufgeben musste, mit Jonas Schomburg, Johannes Vogel, Till Kramp und Stefan Zachäus alle vier weiteren EJOT'ler an.

Das Rennen wurde wie bei den Frauen zu einem Ausscheidungsrennen, bei dem genau wie am Spitzingsee Lasse Nygaard Priester (Hylo Team Saar) die Nase in 50:58 Minuten vorne haben sollte und erstmals Deutscher Meister auf der Sprintdistanz bei der Elite wurde. Platz zwei ging an seinen Teamkameraden Tim Hellwig (51:15 Min.) vor Simon Henseleit (51:21 Min., Sportunion Neckarsulm).

Als bester EJOT-Mann erreichte Johannes Vogel als 6. der DM-Wertung und Siebter der Bundesliga-Wertung in 51:46 Min. die Landtagswiese. Als 7. der DM respektive 8. der Bundesliga folgte ihm Jonas Schomburg in 51:52 Min. Eine beachtliche Darbietung glückte Till Kramp als Elfter der DM und Zwölfter in der Bundesliga in 52:23 Min. Damit erreichte der Youngster Rang fünf in der von Simon Henseleit gewonnenen U23-DM-Wertung der Elite

„Es war ein solides Rennen. Ich finde es schade, dass wir taktisch einen kleinen Fehler im Schwimmen gemacht haben, da standen wir ein bisschen blöd. Johannes und ich sind mäßig geschwommen und dann ordentlich rangefahren. Wir haben taktisch uns gut verhalten in der Gruppe. Ich bin recht gut rausgelaufen, bei der Hitze habe ich einfach alles probiert, was geht fürs Team. Wir wussten von vornherein, das wird schwer. Schade ums Podium in der Einzelwertung“, fasste Till Kramp die Ereignisse zusammen.

Stefan Zachäus (LUX) belegte den 14. Platz in der Bundesliga (52:39 Min.).

Durch den zweiten Platz im Teamklassement verteidigte das EJOT Team TV Buschhütten zwar den Platz an der Sonne in der 1. Bundesliga, doch das Hylo Team Saar (58 Punkte) hat jetzt nur noch einen Punkt Rückstand auf den Titelverteidiger aus dem nördlichen Siegerland (59 Punkte). Für Spannung in den letzten beiden Rennen dürfte also gesorgt sein.

Sehr zufrieden präsentierte sich EJOT Team-Sportdirektor Rainer Jung nach drei schweißtreibenden Tagen Triathlon pur. „Bei den Damen haben wir einen sehr großen Schritt in Richtung Deutsche Team- Meisterschaft gemacht. Sollten wir auch in Tübingen gewinnen, dann wird es sehr schwer, uns den Titel zu nehmen. Wir wussten, dass das Team Saar super aufgestellt ist. Daher war das Ziel als Tabellenführer nach Tübingen zu fahren. Das haben wir erreicht. Dennoch müssen wir in Tübingen jetzt nachlegen.“

Natürlich wusste Jung auch die erfolgreichen Einzelsportlerinnen zu würdigen, vergaß jedoch nicht den Teamaspekt und die Anstrengungen, die das Support Team bei sengender Hitze leistete. „Lisa ist heute verdiente Deutsche Meisterin geworden. Und Tanja hat mit der U23- Vize-Meisterschaft ebenfalls einen Titel geholt. Aber der Sieg mit der Frauen-Mannschaft ist ein Verdienst der gesamten Mannschaft. Vier Frauen unter den Top 7 ist herausragend.
Das gesamte Support Team hat hervorragende Arbeit geleistet. Alles wurde perfekt umgesetzt. Das war eine überragende Leistung. Daher mein ganz großer Dank an alle im Hintergrund. Die Erfolge der Aktiven sind auch ein Erfolg des Support-Teams.“

Ergebnisse Deutsche Meisterschaften im Rahmen der Finals 2023:

Deutsche Meisterschaft Sprintdistanz Männer Elite:

1. Lasse Nygaard Priester (Hylo Team Saar) 50:58 Min.

2. Tim Hellwig (Hylo Team Saar) 51:15 Min.

3. Simon Henseleit (Sportunion Neckarsulm) 51:21 Min.

6. Johannes Vogel (EJOT Team TV Buschhütten) 51:46 Min.

8. Jonas Schomburg (EJOT Team TV Buschhütten) 51:52 Min.

11. Till Kramp (EJOT Team TV Buschhütten) 52:23 Min.

DNF Maximilian Sperl (EJOT Team TV Buschhütten)

 

Deutsche Meisterschaft Sprintdistanz Männer U23 Elite:

1. Simon Henseleit (Sporrtunion Neckarsulm) 51:21 Min.

2. Henry Christopher Graf (Triathlon Team DSW Darmstadt) 51:49 Min.

3. Eric Diener (Sportunion Neckarsulm) 51:59 Min.

5. Till Kramp (EJOT Team TV Buschhütten) 52:23 Min.

 

Deutsche Meisterschaft Sprintdistanz Frauen Elite:

1. Lisa Tertsch (EJOT Team TV Buschhütten) 56:10 Min.

2. Selina Klamt (Triathlon Potsdam) 56:13 Min.

3. Marlene Gomez-Göggel (triathlon.one Witten) 56:17 Min.

4. Annika Koch (EJOT Team TV Buschhütten) 56:29 Min.

5. Tanja Neubert (EJOT Team TV Buschhütten) 56:39 Min.

7. Lena Meißner (EJOT Team TV Buschhütten) 57:02 Min.

 

Deutsche Meisterschaft Sprintdistanz Frauen U23 Elite:

1. Selina Klamt (Triathlon Potsdam) 56:13 Min.

2. Tanja Neubert (EJOT Team TV Buschhütten) 56:39 Min.

3. Julia Bröcker (Triathlon Potsdam) 59:49 Min.


Bericht und Fotos: Thorsten Wroben
Medienbeauftragter EJOT Team TV Buschhütten in der 1. Triathlon-Bundesliga

ARD Berichterstattung 1.Triathlonbundesliga Damen findet man HIER

Youtube-Video von Sebastian Kuperienko und Jan Weyand findet man HIER

Fotos von den Finals in Düsseldorf in Kürze HIER