Michael Raelert ist neuer Europameister über die 70.3-Ironman-Distanz. Gute Ergebnisse beim World Series Rennen in Kitzbühel

15.08.2010

Michael Raelert ist neuer Europameister über die 70.3-Ironman-Distanz. Gute Ergebnisse beim World Series Rennen in Kitzbühel


Erst Weltmeister, nun Europameister
Wenn ein Weltmeister zum Europameister wird, ist dies alles andere als eine Niederlage. EJOT Team-Mitglied Michael Raelert strahlte im Ziel des Sparkassen Finanzgruppe Ironman 70.3 European Championship Wiesbaden. Nach seinem Triumph bei der WM in Clearwater im Vorjahr siegte er nun auch in Wiesbaden auf dieser Strecke. Und trotz schlechten Wetters siegte Raelert in Streckenrekordzeit, Raelert gewann bei verregneten Bedingungen in 4:3:48 Stunden.
Bei den Männern kontrollierte Top-Favorit Michael Raelert das Rennen vom ersten Meter an. Zwar schwamm der Russe Stanislav Krylov in 23:22 Minuten eine neue Bestmarke im Schiersteiner Hafen, doch Raelert lag nur vier Sekunden dahinter. Auf dem Rad übernahm dann hauptsächlich der Schwede Björn Andersson wie erwartet das Kommando, doch Raelert blieb lange an ihm dran und bestimmte zwischenzeitlich sogar selbst das Tempo. Mit 3:13 Minuten Rückstand auf Andersson erreichte der Buschhüttener Triathlet den zweiten Wechsel und erhöhte beim Halbmarathon dann zusehends das Tempo. Titelverteidiger und dreifacher Buschhütten-Sieger, Sebastian Kienle, nach seiner 7:59:06 Stunden-Fabelzeit von Roth wieder gut erholt, hatte nach dem Radfahren seinen Rückstand vom Schwimmen noch nicht ganz aufgeholt und begann den Halbmarathon mit mit 1:11 Minuten Rückstand auf Raelert.
Etwa bei Hälfte es Halbmarathons stellte dieses Duo dann Andersson und lief an der Spitze des Feldes. Doch Michael Raelerts Tempodiktat war zu streng und zu stramm, als dass Vorjahressieger Kienle ihm näher kommen konnte. Mit 2:08 Minuten Vorsprung erreichte der Weltmeister schließlich als souveräner Champion das Ziel. Andersson wurde starker Dritter (+5:21). Doch diesen Podestplatz hätte ihm fast noch der zweite Buschhüttener Triathlet Felix Schumann streitig gemacht. Der beim Laufen immer schneller werdende Schumann, verpasste dann auch den Podestplatz mit nur 13 Sekunden Rückstand hauchdünn. Aber auch Team-Physiotherapeut Carsten Wunderlich war in Wiesbaden am Start. Am Ende bedeutete eine Zeit von 4:44:50 Stunden sogar den vierten Platz in der Altersklasse 35.
Ebenso bei den Europameisterschaften in der AK Wertung war Heidi Rothgang in Wiesbaden am Start. Sie belegte den 3. Platz in Ihrer AK und komplimentierte das gute Ergebnis der EJOT Team-Athleten.

Ironman 70.3 European Championships Wiesbaden
1,9 km Schwimmen - 90 km Radfahren - 21 km Laufen
15. August 2010, Wiesbaden (GER)
Ergebnisse:
1. Michael Raelert (GER) 4:03:47 (23:26-2:21:55-1:15:33)
2. Sebastian Kienle (GER) 4:05:55 (26:12-2:20:26-1:16:19)
3. Björn Andersson (SWE) 4:09:09 (23:27-2:18:35-1:23:50)
4. Felix Schumann (GER) 4:09:22 (23:48-2:26:40-1:16:00)
4. AK Wunderlich, Carsten 4:44:50 (00:32:24 - 02:43:14 - 01:24:02)
3. AK Rothgang, Heidi 5:32:40 (35:34 – 3:05:31 – 1:43:51)
World Series Rennen in Kitzbühel
Beim vorletzten World Series Rennen in Kitzbühel haben sich unsere Team-Mitglieder hervorragend platziert. Besonders die couragierte "Flucht auf dem Rad" von Maik Petzold war sehenswert und wurde nach seiner langen Verletzungspause mit dem 5. Platz belohnt. Das lässt auch für die Deutschen Meisterschaften Mitte September am Schliersee, gleichzeitig letzter Bundesliga-Wettkampf, einiges erhoffen. Maik is back!
Brad Kahlefeldt war nicht in der Ausreißergruppe. Umso besser sein 8. Platz bedingt durch seine gute Laufzeit. Kahlefeldt liegt nun auf dem 4. Platz der Gesamtwertung bei der World Series-Wertung. Vielleicht gelingt im beim letzten Wettkampf in Budapest noch der Sprung aufs Treppchen. Ivan Vasiliev finishte in Kitzbühel auf einem guten 17. Platz. Pech hatte Jonathan Zipf, der ganz knapp nach dem Schwimmen die Radgruppe verpasste und es dadurch schwer hatte, einen Top-Platz zu erreichen. Aber Johnny ist noch jung und er wird sicherlich noch gute Ergebnisse holen. Er startet für das EJOT Team bereits in Hannover in der Bundesliga und dann am Schliersee. Nicht ganz zufrieden war Frederic Belaubre. Er hatte es verpasst in die Ausreißergruppe zu kommen. Ansonsten wäre mehr drin gewesen wie der 39. Platz. Mario Mola hatte in Kitzbühel kein gutes Schwimmen und verpasste ebenfalls die große Radgruppe. Am Ende musste er sogar aussteigen. In einer SMS an Team Manager-Rainer Jung nach dem Rennen schilderte er es so:
"...It's always hard when things don't go as I like. But there is a lot of work to do..."
Mola hat bereits gezeigt, dass mit ihm in der Weltspitze in den nächsten Jahren zu rechnen ist.
Alle EJOT Team-Athleten zeigten einmal mehr ihre Weltklasse.
NRW-Meisterschaften in Hückeswagen
Bei den NRW-Mitteldistanz in Hückeswagen am Samstag, 14.08.2010 hat das EJOT Team auch tolle Platzierungen einfahren.
Im Einzelnen die Platzierungen bei den NRW-Meisterschaften über die Mitteldistanz:
Melanie Schwalbe 2. Platz in der Altersklasse 30
Ilka von Hubatius 3. Platz in der Altersklasse 25
Daniel Hesse 6. Platz in der Altersklasse 20
Felix Menn 8. Platz in der Altersklasse 25
Bei der Sprint-Distanz in Hückeswagen erreichten
Julia Pikos 1. Platz in der Altersklasse 30 (Platz 2 in der Gesamtwertung)
Claudia Philippzig 2. Platz in der Altersklasse 45
Marco Mühlnikel 3. Platz in der Altersklasse 25
Bastian Rohleder 6. Platz in der Altersklasse 30