Saison-Bericht 2004 von Manuel Rohleder

04.11.2004

Saison-Bericht 2004 von Manuel Rohleder


Der Jüngste im EJOT Team 2004 ist begeistert

Meine erste Triathlon Saison im EJOT-Perspektiv Kader und zugleich meine erste "richtige" Triathlon Saison (da ich das Jahr zuvor auch noch Fußball gespielt habe, siehe Portrait) begann mit dem Presse- und Sponsoren-Meeting in der Krombacher Braustube, anlässlich unserer Triathlon Veranstaltung 2004. Das fand ich schon einmal ziemlich beeindruckend. Ich war begeistert wie professionell das Ganze aufgebaut war, zumal ich solch eine Veranstaltung noch nie besuchen durfte. 
Zur expliziten Saisonvorbereitung flog ich dann vom 5. April bis 19. April, dank Unterstützung des Vereins, meiner Eltern und meiner Schule mit meinem Bruder Michael ins Trainingslager nach Mallorca. Dort galt es die Grundlage für die anstrengende Saison zu schaffen, was mir auch sehr gut gelang, wie mein Bruder auch leider an manchen Bergen der schönen Landschaft in Mallorca feststellen musste. Insgesamt muss ich sagen, dass mich die Insel und das Flair drum herum sehr fasziniert haben, da es auch noch gleichzeitig mein erster Flug war, bekräftigte sich diese Faszination. Die Woche darauf fand auch schon mein eigentlicher Saisonhöhepunkt statt, die NRW-Meisterschaft im Duathlon in Hilchenbach-Helberhausen, welche gleichzeitig die Qualifikationsveranstaltung für die Deutschen Meisterschaften war. Aufgrund des Streckensprofils habe ich mir schon eine gute Platzierung ausgerechnet, was dann letztendlich mit meinem 5. Platz und einer sehr guten Radzeit (2. Beste) so kam, gleichzeitig hieß das die Qualifikation für die DM, womit ich sehr zufrieden war!
Am Muttertag, dem 9. Mai war es dann soweit, der Heimwettkampf in Buschhütten, auf den ich sehr "heiß" war! Trotz der kalten Wassertemperatur kam ich ganz gut aus dem Wasser und dann begann die Aufholjagd auf dem Rad, wo ich circa 1:30 Minuten auf meine Verfolger auf den knapp 26 Kilometern gut machte. Ich lief mit meinem Widersacher Simon Jung als 3. aus der Wechselzone los und wir machten uns gemeinsam auf die Verfolgungsjagd nach Marco Mühlnickel und Daniel Huster. Gerade hatte ich Marco vor der Nase und Aussicht auf den 3. Platz der Gesamtwertung, kam für mich das Aus, da mich starke Magenkrämpfe zum aufgeben zwangen. Wutentbrannt und enttäuscht über mich selbst ging ich zurück zum Freibad um zu duschen. Vor dem Start meiner Teamkollegen und der Profis kam das Fernsehteam des WDR und machte eine kleine Reportage über meine zwei Brüder und mich. Der Dreh hat mir eine menge Spaß gemacht und ich fand es interessant auch nachher bei der Veranstaltung den WDR zu begleiten!
Wieder war ich um einiges an Erfahrungen reicher und fuhr am 15. Mai zur Deutschen Meisterschaft nach Bad Lauterberg im Harz, wo mich meine Eltern, mein Trainer Oli und meine Betreuerin Nicole begleitet haben (herzlichen Dank dafür). Den Samstag galt es die Strecke zu besichtigen und abends gemütlich zu essen. Am Wettkampftag ging ich dann fit an den Start, nach der ersten von vier Laufrunden dachte ich "wo wollen die den alle hin?". Ich lag ziemlich weit hinten im Feld machte aber von Runde zu Runde Plätze gut. Bei meiner Lieblingsdisziplin dem Radfahren schaffte ich es drei Radgruppen hinter mir lassen und somit war ich in der dritten Radgruppe, wo ich selbst dann für Rad-Druck gesorgt habe. Somit hatte ich mir eine solide Ausgangsposition für den 2. Lauf geschaffen, denn ich kam als 13. vom Rad und habe nur vier Jungs aus der Gruppe ziehen lassen müssen und konnte davon Einen wieder überholen. Enresultuat: Ein für mich guter 16. Platz bei der Deutschen Meisterschaften.
Am 6. Juni fand der erste Liga Wettkampf unserer beiden Teams in Harsewinkel statt, wo ich auch über die Sprintdistanz am Start war und dritter wurde. Interessant für mich waren immer die Wettkämpfe der Liga Mannschaften, bei denen ich mir auch so manches abschauen und von ihnen lernen konnte.
Zwei Wochen später fuhren wir dann (fast das komplette Team) zu den Deutschen Altersklassen Meisterschaften nach Peine, die Fahrt war eine lustige Angelegenheit, ich denke mal, dass ich auch einen Verdienst daran hatte ! Wie schon in während der ganzen Triathlon-Saison über fuhren wir mit den schönen BMW Fahrzeugen des Autohauses Wahl und den Sprintern der Firma CarConcept. Der Weg hatte sich gelohnt, es gab drei Vizetitel und meinen dritten Platz über die Sprintdistanz. 
Der zweite Heimwettkampf fand am 11. Juli in Müsen statt. Das EJOT Team konnte dabei vier Leute unter den top ten platzieren und die beiden Sieger stellen. Ich wurde fünfter, erfreulich für mich war dabei, dass ich meinen Trainer Oli schlagen konnte, der 6. wurde. Die Woche darauf fuhr ich mit der zweiten Mannschaft ins ostwestfälische Lage und knackte dort zum ersten mal die "Eine Stunde Marke". Mit 59:56 Minuten wurde ich vierter. 
In Kreuztal fuhr ich eine Woche später zur Abwechslung mal ein Radrennen mit. Dieses Jedermann-Rennen gewann ich, da ich in der letzte Runde die Flucht ergriffen hatte und somit die anderen abhängen konnte.
Zum letzten Liga-Wettkampf in Hückeswagen Ende August fuhr ich wieder mit und belegte den zweiten Platz über die Sprintdistanz. Wiederum war dieser Wettkampf, wie die anderen auch, nützlich um Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln für die zukünftigen Ligastarts.
Zum Abschluss der Saison bestritt ich noch zwei "just for fun" Wettkämpfe am Edersee (3.Platz) und in Gelsenkirchen beim Emscher-Nachtriathlon. Wobei ich jedem Triathlet den Nachtriathlon ans Herz legen möchte, denn ist es etwas Außergewöhnliches bei Nacht zu starten und die Stimmung im Amphietheater ( wo man durchläuft und wo auch das Ziel ist) ist so "geil", dass man eine Gänsehaut bekommt. Mit meinem 6.Platz konnte ich zufrieden sein, da starke Konkurrenz am Start war (1.Bundesliga Starter).
Das ganze Team mit Vorstand schloss die Saison mit einer familiären, gemütlichen Feier ab. Damit ging dann meine erste Saison im EJOT Team zu ende und ich kann sagen, dass man stolz sein kann, in solch einem Team Mitglied zu sein. Hiermit möchte ich meinen Dank an den Vorstand, Sabine, Rainer, die restlichen Verantwortlichen und dem Team aussprechen! 
Mit Freude gehe ich nun in die kommende Saison!

Manuel Rohleder