Prigge überzeugt bei der Fulda Challenge

12.10.2004

Prigge überzeugt bei der Fulda Challenge


Platz 3 für Oliver Prigge in der deutschen Selektion

Bei der 4-tägigen Fulda Challenge im schönen und beschaulichen Sulden / Südtirol 
konnte der Teamsprecher des Ejot Teams Oliver Prigge mehr als überzeugen. Zur eigenen Überraschung reichte es zum Abschluss zu einem hervorragenden 3.Platz in der Deutschen Selektion. Nur der beste Deutsche qualifizierte sich beim Wettbewerb direkt unter der Ortler Gruppe für das Abenteuer am Yukon/in Alaska im Februar 2005.
Die deutschen Mitbewerber waren einfach in den Kraft und Geschicklichkeitsdisziplinen dem Müsener überlegen ,da nutzen auch die sehr gute Gesamtergebnisse im Laufen und Mountainbiking wenig. 

An jedem Tag gab es eine gesunde Mischung aus Ausdauer, Kraft und Geschicklichkeitsübungen. Am ersten Tag musste ein Halbmarathon mit 1460
Höhenmetern bewältigt werden. Anschließend ging es zum Quad – Geländefahren - und danach zum Baumklettern ( 7m hoch) mit Steigeisen. 
Am zweiten Tag ging es mit müden Beinen, aber dennoch hochmotiviert, zum Mountainbiken. 30 km über Stock und Stein mit einigen Laufpassagen. Dieser Kurs mit 
800 Höhenmeter war vom Riesenslalom Olympiasieger Markus Wasmeier gesteckt. 
"Mit Platz 4 (trotz Sturz)war ich mehr als angenehm überrascht und zusätzlich motiviert für die Restaufgaben" so der 36jährige (zweitältester Teilnehmer) Prigge. Danach musste eine 15m hohe Kletterwand ohne Steighilfen bewältigt werden. Diese Übung wurde vom einzigen NRW Vertreter Oliver Prigge aufgrund seiner Schulterverletzung und der fehlenden Erfahrung bereits im mittleren Einstieg abgebrochen. Nach kurzer Mittagspause mussten bei den zwei letzten Tage Aufgaben auf knapp 2500m Höhe bewältigt werden. Beim Auto - Geländeparcours gab es einen Tagessieg in der Gesamtwertung für Oliver Prigge. Eingewiesen von Rallyeweltmeisterin Isolde Holleried fuhr der Müsener zwar nicht fehlerfrei aber dafür die Tagesbestzeit. Jetzt ging’s zum "Reifenschleppen" über einen Hindernisparcours mit ansteigender Strecke. Ein Off Road Reifen mit Felge (Gesamtgewicht 28 kg) musste ohne Bodenberührung getragen werden. Hier büßte der Müsener alle Chancen ein. Gehandicapt durch die Sturzverletzung (Schulter) gab es eine eher mittelmäßige Zeit. Am letzten Tag gab es somit für den Ejot Team Sprecher keine Siegchance mehr und der Berglauf konnte locker angegangen werden. Von 1900m über 2780m bis zu 3011 m über dem Meeresspiegel mussten die Teilnehmer laufen und dies über einen schmalen Wanderweg. "Teilweise war laufen nicht möglich, sondern nur schnelles gehen mit den Armen auf die Knie gestützt. Aber gemeinsam mit einem Schweizer und einem britischen Challenger überquerte ich in atemberaubender Landschaft das Ziel."
Fazit: 4 Tage Abenteuer, Sport, tolle Organisation bei beindruckender Berglandschaft und Sonne pur, brachte viele neue Freunde, auch wenn es eine Tortur war.

"Wenn es mal nicht so rund läuft im Alltag, werde ich aus dieser Erfahrung neue Kraft schöpfen" so Oliver Prigge.